Null-Stunden-Verträge müssen in Verträge differenziert werden, in denen Bereitschaftsarbeit in einem Arbeitsvertrag mit vereinbarten Arbeitszeiten definiert ist, und Verträge, für die überhaupt keine Anzahl von Arbeitsstunden definiert wurde. Verträge erster Art fallen unter die im Arbeitszeitgesetz (AZG) umrissenen Regelungen, während Bereitschaftsarbeit der zweiten Art überhaupt nicht im Arbeitszeitgesetz (AZG) enthalten ist – und damit rechtswidrig ist –, da Umfang und Position der Arbeitszeit für jeden in Österreich geschlossenen Arbeitsvertrag vereinbart werden müssen. „Null-Stunden“-Verträge/Bereitschaftsarbeit, bei der Arbeitnehmer kurzfristig zur Arbeit aufgefordert werden können. Gewährleisten diese Verträge eine Mindestarbeitszeit pro Woche? Bieten diese Verträge ein festes Arbeitszeitmuster oder kann der Arbeitgeber die Arbeitszeit variieren? Wird kein schriftlicher Arbeitsvertrag geschlossen, erhalten Arbeitnehmer und selbständige (freiberufliche) Auftragnehmer unmittelbar nach Beginn des Arbeitsverhältnisses eine Erklärung der Geschäftsbedingungen (Dienstzettel). Ein „Dienstzettel“ muss folgende Informationen enthalten: Auszubildende (Auszubildende) in allen Branchen müssen ihre Lehrverträge schriftlich für minderjährige Lehrlinge abschließen, auch ihre gesetzlichen Vertreter müssen zustimmen. Die Auszubildenden genießen einen vollständigen Versicherungsschutz (Krankheit, Unfall, Arbeitslosigkeit und Rentenversicherung) und einen besonderen Kündigungsschutz. Im Handel arbeiten viele Menschen in Teilzeit. Sowohl im Tourismus als auch in der Land- und Forstwirtschaft ist Saisonarbeit üblich. Im Baugewerbe sind auch befristete Arbeitsverträge möglich. Freiberufliche Dienstleistungs- und Arbeitsverträge ersetzen traditionelle Arbeitsverträge in allen Arbeitsbereichen.

Auch wenn Holzinger (2001) nicht zwischen langen und kurzen befristeten Arbeitsverträgen oder Teilzeitbeschäftigten mit mehr oder weniger als 10 Wochenstunden unterscheidet, geben sie an, dass die meisten Teilzeitbeschäftigten und geringfügig Beschäftigten entweder zu Hause oder in Elternzeit waren (40%/30%). Vollzeit beschäftigt waren (33%/29%).