Die hauptteile Trennlinie für die Segmentierung des Arbeitsmarktes in den verschiedenen Ländern ist jedoch nicht immer leicht zu erkennen, da verschiedene Formen von Standard- und A-Standardbeschäftigung einige Merkmale von Instabilität, begrenzten beruflichen Perspektiven, niedrigen Löhnen oder anderen Elementen der „Prekarität“ aufweisen, die typischerweise durch das jeweilige nationale Regulierungs- und Beschäftigungsverhalten beeinflusst werden. Es wäre auch irreführend, automatisch „gute“ Arbeitsplätze mit Standardverträgen zu identifizieren und alle atypischen Verträge als „schlecht“ oder schlechter in Bezug auf die Arbeitsplatzqualität zu betrachten. In der Regel würden sie eine Art Enddatum enthalten, aber diese können sich ändern. Daher können Leiharbeitnehmer ihre Verträge entsprechend der Nachfrage und Verfügbarkeit verlängern. Was befristete Arbeitsverträge (hauptsächlich im öffentlichen Sektor) betrifft, so könnte eine Aufweichung des Beschäftigungsschutzes für festangestellte Sanieren von Beschäftigten im öffentlichen Dienst auf das Niveau des Kündigungsschutzes im privaten Sektor im Gegenzug für einen leichteren Zugang zu unbefristeten Verträgen in diesem Sektor eine Lösung sein. Eine allgemeine Überarbeitung des Kündigungsschutzes für Dauerbeschäftigte im Austausch gegen einen Rechtsanspruch auf Abfindung im Verhältnis zu Gehältern und Betriebszugehörigkeit enden könnte mit einigen Beschränkungen befristeter Arbeitsverträge dazu beitragen, die Segmentierung in dieser Richtung zu erleichtern. Doch wie viele Beispiele aus anderen europäischen Ländern zeigen, sind alle Reformen, die den Kündigungsschutz in Frage stellen, politisch-ökonomisch schwierig; daher stehen sie nicht ganz oben auf der politischen Agenda. Tatsächlich haben sich die deutschen Arbeitgeber an die Verfügbarkeit verschiedener Arten von Verträgen angepasst, und Gewerkschaften (und Betriebsräte) akzeptieren implizit auch die Segmentierung der Arbeitskräfte, anstatt den Beschäftigungsschutz von Festangestellten in Frage zu stellen. Minijob-Verträge sind schlecht bezahlte, gering qualifizierte Teilzeit-Rollen mit einem Gehalt von bis zu 450 € pro Monat.

In einem Minijobvertrag zahlt der Arbeitgeber nur einen Teil oder keinen Teil des Krankenversicherungsbeitrags, der vom Staat subventioniert wird.