Muster grundschuld sparkasse

Eine Grundschuld kann als Buch- oder Briefgrundschuld bestellt werden. Die Buchgrundschuld wird nur im Grundbuch eingetragen. Bei der Briefgrundschuld wird neben der Eintragung im Grundbuch ein Brief über die Grundschuld bewilligt. Mithilfe des Briefs ist es möglich, die Grundschuld weiter zu übertragen, ohne dass eine Eintragung im Grundbuch erforderlich ist. Bei der Brief-Grundschuld ist es daher einfacher, sie hintereinander mehreren Gläubigern als Sicherheit zu übertragen. Erforderlich ist lediglich eine Einigung über die Abtretung der Grundschuld und die Übergabe des Briefes. Bei der Buchgrundschuld ist hingegen für die Übertragung eine Grundbucheintragung erforderlich. Andererseits gehen Grundschuldbriefe bisweilen auch verloren. Dann ist ein – teils langwieriges – Aufgebotsverfahren erforderlich, wenn die Grundschuld wieder gelöscht werden soll. In der Praxis häufiger ist die Buchgrundschuld. Es kommt oft vor, dass eine Immobilie verkauft werden soll, obwohl eine Grundschuld auf ihr lastet. Wir erklären, was es zu beachten gibt und ob es sinnvoll sein kann, sie zu belassen.

Dazu haben wir mit dem Immobilien-Experten Uwe Nageler von der Kreissparkasse Böblingen gesprochen. Meine Empfehlung: Sie sollten die Unterlagen im Bankschließfach aufbewahren als sogenannte „Eigentümergrundschuld“. Oder im Grundbuch auf sich selbst umschreiben lassen. Dass die Grundschuld eine Buchgrundschuld ist, muss der Notar bei der Grundschuldbestellung angeben. Dies geschieht, indem er die Erteilung eines Grundschuldbriefes ausschließt. Grundsätzlich ist eine Grundschuld eine Briefgrundschuld – außer der Briefausschluss ist eingetragen. Der Grundschuldbrief ist ein Wertpapier, das im Rechtsverkehr die Grundschuld verkörpert. Wird die Briefgrundschuld auf einen anderen Gläubiger übertragen, muss keine Eintragung ins Grundbuch erfolgen. Stattdessen reichen ein Abtretungsvertrag und die Übergabe des Briefes aus. So lässt sich aus dem Grundbuch nicht immer erkennen, wer der Gläubiger ist, da sich die Gläubigerstellung außerhalb des Grundbuchs geändert haben kann. Grundschulden sind abstrakt, Sie sind nicht vom Bestand einer zu sichernden Forderung abhängig. Und nein, nur durch Rückzahlung der besicherten Finanzierung werden Grundschulden NICHT automatisch zu Eigentümergrundschulden, das ist ein Irrglaube.

Der Eigentümer hat in diesem Moment einen Anspruch auf Rückgewähr der bestellten Sicherheiten, Ende mit Recht.